SoftAtHome hat den weltweit ersten Wi-Fi-7-Repeater auf Basis eines vollständigen prpl-Software-Stacks auf den Markt gebracht; der Einsatz bei Orange in Polen und Frankreich hat bereits begonnen, und mindestens drei weitere europäische Märkte sollen folgen.
PARIS, 7. Juli 2026 /PRNewswire/ -- SoftAtHome, der führende unabhängige Softwareanbieter für Breitband, Video und Analytik sowie ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Smart Wi-Fi, gab heute bekannt, dass seine auf prpl basierende Wi-Fi-7-Repeater-Software nun europaweit bei Orange kommerziell eingesetzt wird.
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Die Einführung ist ein Meilenstein für prpl, das Open-Source-Framework, das Betreibern eine gemeinsame, hardwareunabhängige und vom Betreiber gesteuerte Softwarebasis für Breitbandgeräte bieten soll. Nachdem prpl jahrelang als vielversprechendes Branchenkonzept galt, wird es nun in großem Maßstab bei Kundinnen und Kunden von Orange zu Hause eingesetzt – mit Wi-Fi 7 als treibender Kraft.
Orange Poland brachte im März 2026 mit der „Smartbox Wi-Fi 7" das erste Gerät dieser Art auf den Markt. Der auf prpl basierende Wi-Fi-7-Repeater von Orange France ist nun ebenfalls in Betrieb, und es wird erwartet, dass mindestens drei weitere europäische Märkte von Orange folgen werden. Das Projekt baut auf früheren prpl-Implementierungen bei Orange auf, darunter auch bei Orange Jordan, wo SoftAtHome vor etwa einem Jahr prpl-basierte Gateway-Software bereitgestellt hat.
SoftAtHome hat den „prpl"-Stack so konzipiert, dass er die unterschiedlichen Anforderungen in den verschiedenen Märkten von Orange erfüllt, ohne dass für jedes Land eine eigene Software entwickelt werden muss. Damit hat das Unternehmen gezeigt, dass eine offene Plattform betreiberspezifische Dienste und Konfigurationen unterstützen kann, während gleichzeitig eine gemeinsame Basis erhalten bleibt.
Auf den Repeatern läuft die Smart-Wi-Fi-Software Wifi'ON von SoftAtHome auf prpl. prpl bietet eine standardisierte Hardware-Abstraktionsschicht, sodass derselbe Software-Stack auf verschiedenen Chipsatz-Generationen ausgeführt werden kann. SoftAtHome hat bereits seit den Anfängen des Projekts zu prpl beigetragen und prpl-basierte Lösungen bei mehreren Betreibern implementiert.
Die Interoperabilität basiert auf prplMesh mit EasyMesh als integrierter Komponente. Dank dieser offenen Standards können die Repeater in den verschiedenen Gateway-Umgebungen von Orange betrieben werden, ohne dass die Kundinnen und Kunden an das Ökosystem eines einzelnen Anbieters gebunden sind. Die Software ist mit den bereits bei Orange installierten Gateways kompatibel, sodass funktionstüchtige Geräte weiterhin im Einsatz bleiben können. Sofern die Gateways dies unterstützen, erstreckt sich Wi-Fi 7 über das gesamte Haus; auch Gateways früherer Generationen können von der Wi-Fi-7-Konnektivität profitieren.
Wifi'ON verwaltet die Mesh-Topologie dynamisch. Sind mehrere Repeater aktiv, ermittelt die Software automatisch, ob sich jedes Gerät mit dem Gateway oder mit einem anderen Repeater verbinden soll, und wählt dabei den Weg aus, der die beste Verbindungsqualität bietet. Es ist keine kundenseitige Konfiguration erforderlich. In Polen unterstützt die Smartbox Wi-Fi 7 bis zu drei Geräte pro Haushalt und erweitert so die Abdeckung für größere und mehrstöckige Häuser.
Die Eyes'ON-Analysen von SoftAtHome bieten Orange einen kontinuierlichen Überblick über die WLAN-Performance im gesamten Kundenstamm. Gemeinsam bilden Wifi'ON und Eyes'ON den WLAN-Software-Stack von SoftAtHome auf dem Repeater und verbinden so Optimierung mit der Möglichkeit zur Leistungsüberwachung.
Die Repeater bieten Wi-Fi 7-Funktionen, darunter geringere Latenz, Multi-Link-Betrieb und nahtlosen Betrieb unter einer einzigen SSID für Wi-Fi 5-, Wi-Fi 6- und Wi-Fi 7-Geräte.
Bei der Entwicklung der Hardware wurde ebenfalls auf Nachhaltigkeit geachtet, unter anderem durch die Verwendung von recycelten Kunststoffen und ein Design, das Reparaturen und Aufarbeitungen ermöglicht. Da es sich um eine offene, softwarebasierte Plattform handelt, kann Orange das Nutzererlebnis durch Updates kontinuierlich verbessern, anstatt die Hardware auszutauschen.
„Nach der ersten weltweiten Einführung bei Orange Jordan 2025 ist dies ein weiterer Schritt auf dem Weg von prpl in die Welt unternommen", sagte Arnaud Bellivier de Prin, CEO von SoftAtHome. „Die Einführung des weltweit ersten Wi-Fi-7-Repeaters auf Basis eines vollständigen prpl-Stacks und die Umsetzung dieses Vorhabens im gesamten Ökosystem von Orange in mehreren europäischen Märkten zeigt, dass Netzbetreiber eine offene Plattform einführen, neue Chip-Partner einbinden und dennoch das nahtlose Nutzererlebnis gewährleisten können, das ihre Kundinnen und Kunden erwarten. Wir sind stolz darauf, diesen Meilenstein gemeinsam mit Orange erreicht zu haben."
Kontakt:
Marta Twardowska für SoftAtHome - E-Mail: press@softathome.com - Tel.: @SoftAtHome
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Silicon Saxony schärft sein Profil als europäischer Technologiestandort – und setzt dabei zunehmend auf hochspezialisierte Anwendungen. Mit dem Zukunftscluster SEMECO (Secure Medical Microsystems and Communications) startet in Dresden die zweite Förderphase für medizinische Halbleiter, während die sächsische Halbleiter- und Softwarebranche trotz schwacher Konjunktur weiter Beschäftigung aufbaut. Branchenangaben zufolge ist die Zahl der Jobs in diesem Ökosystem binnen eines Jahres um 1.500 auf rund 82.500 zum Stichtag 30. September 2025 gestiegen, ein Plus von knapp zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
SEMECO entwickelt medizinische Halbleiter als Schlüsseltechnologie für sichere, vernetzte und intelligente Medizintechnik. Für die kommenden drei Jahre erhält der Cluster im Rahmen der Clusters4Future-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bis zu 15 Millionen Euro Fördermittel. Der Freistaat Sachsen begleitet das Bündnis seit Beginn und unterstützt zusätzliche regionale Forschungs- und Entwicklungsprojekte über die EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027. Seine aktuellen Entwicklungen präsentiert SEMECO auf den Silicon Saxony Days, die vom 15. bis 17. Juni 2026 in Dresden stattfinden sollen.
In der zweiten Förderphase richtet SEMECO den Fokus stärker auf standardisierbare medizinische Halbleiterplattformen und deren Transfer in industrielle und klinische Anwendungen. Die spezialisierten Mikrosysteme bündeln Sensorik, Datenverarbeitung, sichere Kommunikation und KI-gestützte Funktionen, zugeschnitten auf Anforderungen der Medizintechnik. Auf Basis eines modularen Plattformansatzes entstehen kombinierbare Halbleiter-, Elektronik- und Softwarekomponenten, die sich sicher integrieren und schrittweise weiterentwickeln lassen. KI-gestützte Methoden sollen zudem Zertifizierung und Zulassung unterstützen und damit den Technologietransfer in die medizinische Praxis beschleunigen – von tragbaren Ultraschallgeräten und intelligenten Vitaldatensensoren bis zu Kommunikationsimplantaten für Menschen mit eingeschränktem Hör- und Sprachvermögen.
Parallel dazu sieht der Branchenverband Silicon Saxony den gesamten Standort vor einer neuen Wachstumsphase. Das jüngste Beschäftigungsplus verteilt sich nach Verbandsangaben nahezu gleichmäßig auf Halbleiterindustrie und Softwarebranche. Die Investitionen der vergangenen Jahre entfalteten zunehmend Wirkung, sagte Frank Schönefeld, Vorsitzender des Präsidiums von Silicon Saxony. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlich schwachen Lage unterstreiche die Entwicklung die langfristige Attraktivität des Standorts. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von großen Fabrikprojekten bis zu mittelständischen Zulieferern für Reinraum- und Fabrikinfrastruktur, Spezialgase, Chemikalienversorgung und Messtechnik – rechnet der Cluster mit zusätzlichen Impulsen durch Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und technologische Souveränität. Die Prognose von mehr als 100.000 Beschäftigten bis zum Ende des Jahrzehnts bleibt aus Sicht des Verbands unverändert bestehen.