Satair schließt die Übernahme von Unical Aviation und ecube ab

12.05.2026

KOPENHAGEN, Dänemark, 11. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Satair, ein Unternehmen der Airbus-Gruppe, gab den erfolgreichen Abschluss der Übernahme von Unical Aviation Inc. („Unical") und dessen Tochtergesellschaft ecube bekannt. Mit diesem Meilenstein entsteht ein führender, weltweit tätiger Komplettanbieter für gebrauchte, einsatzfähige Materialien (USM) und Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von Flugzeugen.

Satair erweitert seine globale Präsenz und seine USM-Kompetenzen durch die Übernahme von Unical und ecube und schafft damit eine erstklassige End-to-End-Lösung für den gesamten Lebenszyklus von Flugzeugen.

Diese Vereinbarung vereint das umfangreiche Lagerbestand- und Vertriebsnetz von Unical, die erstklassigen Demontage- und Lagerkapazitäten von ecube sowie die bestehende USM-Expertise von Satair über VAS Aero Services. Im Rahmen der neuen Führungsstruktur wird Sharon Green, CEO von Unical, auch die Rolle der CEO von VAS Aero Services übernehmen und so die strategische Ausrichtung der USM-Geschäftsbereiche von Satair sicherstellen, während Tommy Hughes seine Aufgaben als CCO von Satair in Vollzeit wahrnehmen wird.

Richard Stoddart, CEO von Satair und Head of Airbus Material Services, erklärte:

„Der heutige Tag ist ein bedeutender Schritt nach vorn. Bei der Integration von Unical und ecube in unser Unternehmen geht es nicht nur darum, zu wachsen, sondern darum, die Kreislaufwirtschaft zum Nutzen unserer Kunden einzusetzen. Wir gewinnen hervorragende Einrichtungen und, was entscheidend ist, ein Team hochqualifizierter Fachleute auf dem USM-Markt. Für unsere Kunden bedeutet dies eine bessere Verfügbarkeit von Ersatzteilen und eine einfachere Verwaltung des gesamten Lebenszyklus eines Flugzeugs."

Sharon Green, CEO von Unical und VAS Aero Services, fügte hinzu: „Der Beitritt zu Satair markiert den Höhepunkt der Transformation von Unical und ecube – und den Beginn einer vielversprechenden nächsten Phase, in der wir unsere Führungsposition im Bereich gebrauchter, einsatzfähiger Materialien und bei der Entsorgung am Lebensende mit der globalen Reichweite von Satair und der Zukunftsvision von Airbus für Materialdienstleistungen vereinen. Ich bin stolz auf das, was unsere Teams aufgebaut haben, und zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine echte End-to-End-Lösung für den gesamten Lebenszyklus liefern werden, die die Materialverfügbarkeit verbessert, die Lebensdauer von Anlagen verlängert und einen bedeutenden Mehrwert für Kunden weltweit schafft. Unsere Teams freuen sich darauf, Teil von Satair zu werden und mit neuen Kollegen bei VAS Aero Services zusammenzuarbeiten – beides hoch angesehene und vertrauenswürdige Unternehmen in unserer Branche – und wir freuen uns darauf, den vollen Wert dieser Kombination auf dem globalen Luftfahrtmarkt zu entfalten."

Industrialisierung des USM-Lebenszyklus

Durch die Integration der wichtigsten Betriebsstätten von Unical und ecube in Nordamerika und Europa baut Satair seine industrielle Präsenz erheblich aus. Die Übernahme bringt die Strategie von Satair voran, einen nahtlosen Materialfluss aus einer Hand anzubieten – von der Lagerung und Demontage von Flugzeugen über das technische Reparaturmanagement bis hin zum weltweiten Vertrieb.

Die fusionierten Unternehmen werden nun einen koordinierten Integrationsprozess einleiten, dessen Schwerpunkt auf der Abstimmung unserer Aktivitäten bei Satair, Unical, ecube und VAS Aero Services liegt, um ein nahtloses Kundenerlebnis zu gewährleisten.

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Reformkurs in der Pflegepolitik: Kostenargument überzeugt Mehrheit bislang nicht

04.05.2026

Eine große Mehrheit der Bundesbürger stellt sich laut einer neuen Erhebung gegen mögliche Einschnitte bei den Leistungen der Pflegeversicherung. 77 Prozent der erwachsenen Bevölkerung halten es für überhaupt oder eher nicht akzeptabel, den Zugang zu Pflegegraden zu erschweren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag des Sozialverbands VdK hervor, die Mitte April unter mehr als 2.300 Menschen durchgeführt wurde.

Die Befragten reagierten insbesondere sensibel auf Vorschläge, die Einstufung in einen höheren Pflegegrad zu verschärfen: 72 Prozent lehnen dies ab. Auch Kürzungen bei den Leistungen im niedrigsten Pflegegrad stoßen auf deutliche Vorbehalte. 71 Prozent bewerten eine Reduzierung der Leistungen in Pflegegrad 1 als überhaupt oder eher nicht akzeptabel. Nach Einschätzung des VdK könnten hiervon etwa Zuschüsse für den Hausnotruf oder für Pflegehilfsmittel betroffen sein. 55 Prozent äußerten sich zudem ablehnend zu möglichen Zusammenfassungen und Deckelungen von Leistungen.

Die Diskussion über die künftige Finanzierung der Pflegeversicherung läuft vor dem Hintergrund spürbarer Haushaltszwänge. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe hatte bereits im Dezember Reformoptionen skizziert. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) verwies damals auf begrenzte Mittel, die zielgerichteter eingesetzt werden müssten, und kündigte eine grundlegende Finanzreform der Pflegeversicherung bis Ende 2026 an. Die bestehenden Leistungen sollen dabei nach ihren Worten kritisch überprüft werden.

Im April stellte Warken Pläne für eine Pflegereform für Mitte Mai in Aussicht. Nach ihren Angaben klafft allein im kommenden Jahr eine Finanzierungslücke von sechs Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. Die Ministerin betonte zugleich, Pflegebedürftige und ihre Angehörigen nicht allein lassen zu wollen. Parallel dazu hatte das Bundeskabinett erst kürzlich Gesetzesplänen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung zugestimmt, die für gesetzlich Versicherte höhere Zuzahlungen und Leistungseinschnitte vorsehen – ein Signal, dass der finanzielle Spielraum im Gesundheitswesen insgesamt enger wird.