Ozelle erhält Gold-Auszeichnung beim German Innovation Award für die vierte Generation der Hämatologieanalyse

15.05.2026

BERLIN, 15. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Ozelle wurde für sein multifunktionales Analysesystem EHBT-50 Mini Lab mit dem German Innovation Award in Gold ausgezeichnet, einem der renommiertesten Innovationspreise Deutschlands. Der Preis würdigt Innovationen, die durch hohen Nutzwert, technische Exzellenz und praktische Relevanz zur Weiterentwicklung von Produkten und Technologien in verschiedenen Branchen beitragen.

Ozelle Wins German Innovation Award Gold

Das EHBT-50 Mini Lab wurde für dezentrale klinische Einrichtungen entwickelt und vereint 7-Kanal-Hämatologie, Biochemie, Immunoassays und KI-gestützte Morphologieanalyse in einer integrierten Diagnoseplattform. Das System wurde in der Kategorie Medizintechnik ausgezeichnet, da es der wachsenden Nachfrage nach schnelleren und leichter zugänglichen Diagnostiklösungen außerhalb zentraler Labore gerecht wird.

Da diagnostische Tests zunehmend in die medizinische Grundversorgung vordringen, sehen sich Labore einem wachsenden Druck durch Personalmangel, komplexe Arbeitsabläufe und verzögerte Durchlaufzeiten ausgesetzt. In vielen dezentralen Versorgungseinrichtungen ist die fortgeschrittene Morphologieanalyse nach wie vor stark von spezialisiertem Personal und einer zentralisierten Laborinfrastruktur abhängig. Der Ansatz von Ozelle konzentriert sich darauf, diese Arbeitsabläufe zu vereinfachen und gleichzeitig die analytischen Fähigkeiten auf Laborniveau in der täglichen klinischen Praxis aufrechtzuerhalten.

Das EHBT-50 Mini Lab nutzt die KI × CBM-Technologie (Complete Blood Morphology) von Ozelle, um eine standardisierte Morphologieanalyse und die schnelle Identifizierung abnormaler Zellen zu unterstützen. Durch die Kombination von KI-gestützter Auswertung mit konsistenter Zellbildgebung trägt das System dazu bei, die Abhängigkeit von hochspezialisierten manuellen Auswertungen in Routinetestumgebungen zu verringern und gleichzeitig die Konsistenz über verschiedene klinische Umgebungen hinweg zu verbessern.

Für den klinischen Alltag verfügt das Analysegerät über eine wartungsfreie Architektur, versiegelte All-in-One-Kartuschen, Reagenzien bei Raumtemperatur und vereinfachte vereinfachte Ein-Schritt-Testabläufe, die die Komplexität des Betriebs reduzieren sollen. Das System unterstützt zudem flexible Testpanels für Anwendungen wie Infektionsbeurteilung, Diabetesmanagement und Schilddrüsentests und hilft Ärzten so, ein breiteres Spektrum an diagnostischen Anforderungen abzudecken, ohne auf mehrere eigenständige Analysegeräte angewiesen zu sein.

Ozelle wurde 2014 im Silicon Valley gegründet und ist heute weltweit tätig, unter anderem mit Niederlassungen in Frankfurt. Das Unternehmen entwickelt KI- und IoT-gestützte Diagnosesysteme für medizinische und veterinärmedizinische Anwendungen auf der ganzen Welt. „Diese Anerkennung spiegelt den wachsenden Fokus der Branche auf Diagnosesysteme wider, die in realen klinischen Umgebungen zuverlässig funktionieren", so Ozelle. „Wir glauben, dass die Hämatologie in eine neue Phase eintritt, in der KI und morphologische Intelligenz stärker in routinemäßige klinische Arbeitsabläufe integriert werden." Vereinbaren Sie einen Termin, um die KI-gestützte Diagnostik von Ozelle live zu erleben.

Kontakt zu Ozelle

www.ozellemed.com

info@ozellepoct.com

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Nanostrukturen bis zu einem Quadratmeter: Thüringer Konsortium startet Langfristprojekt

04.05.2026

In Thüringen ist ein großangelegtes Forschungsprojekt zur nächsten Generation der Nanostrukturierung gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickeln gemeinsam eine Hochpräzisionsmaschine, die Nanostrukturen auf Flächen von bis zu einem Quadratmeter erzeugen und vermessen soll. Die geplante 3D-Nanolithographie- und Nanomessmaschine (3D-NLM) soll dabei eine Positionierungsgenauigkeit erreichen, die kleiner ist als ein Atom. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die erste Projektphase bis 2027 im Rahmen des Programms „Neue Geräte für die Forschung“ mit vier Millionen Euro.

Mit dem Vorhaben zielt das Konsortium auf eine Größenordnung, die bestehende Anlagen deutlich übertrifft. Bisher lassen sich hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen nach Angaben der Projektbeteiligten nur bis zu einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern zuverlässig herstellen. Die neue Anlage soll Bearbeitungen und Messungen von Bauteilen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter ermöglichen – und damit eine mehr als dreifache Vergrößerung der nutzbaren Fläche erschließen. Die Entwicklungsarbeiten an der Maschine sind angelaufen; das Gesamtprojekt ist in drei Phasen bis 2032 angelegt.

Nanostrukturen gelten seit rund zwei Jahrzehnten als Schlüsseltechnologie, weil sie Licht gezielt beeinflussen können, indem sie dessen Wellenlänge und Ausbreitung steuern. Solche Strukturen finden sich bereits heute in großflächigen Bauteilen, etwa in Displays moderner Fernsehgeräte, die auf Nanotechnologie basieren. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher reicht die Genauigkeit bestehender industrieller Lösungen jedoch nicht aus, um künftige Anforderungen in zentralen wissenschaftlichen und technologischen Anwendungsfeldern zu erfüllen.

Die in Thüringen entstehende 3D-NLM soll genau diese Lücke adressieren. Perspektivisch könnte die Maschine zur Fertigung und Charakterisierung elektronischer und photonischer Schaltkreise ebenso eingesetzt werden wie zur Herstellung von Hochleistungsoptiken für die Erdbeobachtung. Auch in der Energieforschung sehen die Projektpartner potenzielle Einsatzfelder. Durch die Kombination aus großflächiger Bearbeitung und atomnaher Präzision erhoffen sich die Beteiligten einen technologischen Sprung, der sowohl der Grundlagenforschung als auch der Entwicklung neuer Komponenten in der Optik- und Elektronikindustrie zugutekommen könnte.