RIGA, Lettland, 1. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Eine von der Investment and Development Agency of Latvia (LIAA) organisierte lettische Wirtschaftsdelegation in die Vereinigten Staaten wurde mit neuen Kooperationsvereinbarungen in den Bereichen Verteidigungstechnologie und Genomik abgeschlossen. Die Delegationsreise fand im Rahmen des Arbeitsbesuchs des lettischen Präsidenten Edgars Rinkēvičs statt und brachte 44 lettische Unternehmen und Organisationen aus vier verschiedenen Branchen in New York, Los Angeles und San Diego zusammen: Start-ups, die Filmindustrie, Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien sowie Biomedizin und Pharmazeutika.

„Die Vereinigten Staaten sind ein strategisch wichtiger Markt für Lettland. Diese Vereinbarungen zeigen, dass unsere Unternehmen und Forscher mit ihrer Technologie, ihrem Fachwissen und ihren Fertigungskapazitäten international konkurrenzfähig sind. „Wir gehen nun davon aus, dass diese Zusammenarbeit Projekte, Aufträge und Investitionen mit sich bringen wird", sagte Raivis Bremšmits, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.
Im Bereich Verteidigungs- und Dual-Use-Technologien haben ORIGIN Robotics und Anduril eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei der Luftabwehr gegen UAS an der Ostflanke der NATO unterzeichnet, die unter anderem die Technologieintegration sowie Tests und Vorführungen in Lettland umfasst.
Die lettische Delegation traf sich außerdem mit Vertretern von Neros, Shield AI, Kratos Defense & Security Solutions, Qualcomm, Axon und Analog Devices. Präsident Rinkēvičs erörterte einen möglichen Kooperationsrahmen zwischen Analog Devices, SAF Tehnika und der Riga Technical University. Die lettischen Teilnehmer stellten ihre Kompetenzen in den Bereichen autonome Systeme, sichere Kommunikation, Sensorik, Ingenieurwesen und Fertigung sowie lokal entwickelte Energielösungen vor, die die Versorgungssicherheit in Europa stärken könnten.
In San Diego unterzeichnete das National Institute for Research and Innovations eine Absichtserklärung mit Element Biosciences, um neue Genomtechnologien in Lettland zu erforschen, zu testen und zu entwickeln. Illumina unterzeichnete eine separate Vereinbarung mit sechs lettischen Einrichtungen: das National Institute for Research and Innovations, Riga East University Hospital, Pauls Stradiņš Clinical University Hospital, Children's Clinical University Hospital, Rīga Stradiņš University und die University of Latvia. Die Vereinbarung schafft einen Rahmen für die Förderung der Genomik, der Präzisionsmedizin und des Einsatzes moderner biomedizinischer Technologien zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse für Patienten.
In Los Angeles trafen sich Vertreter der lettischen Filmindustrie mit Vertretern von Paramount Pictures und Warner Bros. Discovery, The Walt Disney Company, Lionsgate, Blumhouse Productions, Ketchup Entertainment und Netflix. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Dreharbeiten in Lettland, internationale Koproduktionen, Animationsfilme, die Postproduktion und der Vertrieb von Inhalten.
In New York trafen sich lettische Start-ups mit US-Investoren und Vertretern von ServiceNow und stellten ihre Lösungen im Rahmen der Veranstaltung „Pitch to a President" vor.
„Die Vereinbarungen sind das sichtbarste Ergebnis der Mission, doch ihr wahrer Wert wird sich an den Projekten, Investitionen und Exporten messen lassen, die daraus hervorgehen. Die LIAA wird auch nach der Reise weiterhin mit den Teilnehmern zusammenarbeiten", sagte Ieva Jāgere, Generaldirektorin der LIAA .
Die Teilnahme an der Handelsdelegation wurde von der LIAA im Rahmen des von der EU kofinanzierten Programms zur Förderung innovativen Unternehmertums bei kleinen und mittleren Unternehmen organisiert, das aus Mitteln des European Regional Development Fund sowie aus nationalen Mitteln unterstützt wird.

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Eineinhalb Wochen nach der Berlin-Wahl kommt die Regierungsbildung in der Hauptstadt kaum voran. Zwar trafen sich Spitzenvertreterinnen und -vertreter von Linke, Grünen und SPD zu einem ersten Dreier-Treffen, doch eine gemeinsame Linie im Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und organisierter Kriminalität zeichnet sich bislang nicht ab. Nach rund fünfstündigen Beratungen sprachen die Parteivorsitzenden Kerstin Wolter (Linke), Nina Stahr (Grüne) und Bettina König (SPD) lediglich von einem „konstruktiven“ Austausch – konkrete Ergebnisse präsentierten sie nicht.
Das vertrauliche Vorgespräch im Haus der Statistik nahe dem Alexanderplatz gilt als Voraussetzung für formale Sondierungsgespräche über eine mögliche rot-grün-rote Koalition. Grünen und SPD ist nach eigenen Angaben wichtig, dass die Linke klare und belastbare Zusagen im Kampf gegen Antisemitismus und zur Distanzierung von organisierter Kriminalität gibt. Das Misstrauen ist ausgeprägt: Mehrere Vorfälle in den Reihen der Linken hatten im Vorfeld für Besorgnis bei den potenziellen Partnern gesorgt.
Besonders kritisch gesehen wird, dass bei einer Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September sowohl ein Oberhaupt eines arabischstämmigen und zum Teil kriminellen Clans als auch ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend waren. Hinzu kommt die frühere Mitgliedschaft der Spitzenkandidatin Elif Eralp im Verein „Rote Hilfe“, der vom Verfassungsschutz seit 2012 als wichtige linksextremistische Gruppierung beobachtet wird. Die Organisation versteht sich zwar als Solidaritätsverein für linke Aktivisten mit Problemen mit dem Rechtsstaat, gilt den Sicherheitsbehörden aber als zentrale Struktur im Linksextremismus. Zuletzt trat auch der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, der „Roten Hilfe“ bei.
Offen ist, wann die Gespräche in Berlin fortgesetzt werden. Die drei Parteien betonen, man wolle weiter miteinander reden, ein genauer Zeitplan wurde jedoch nicht genannt. Innerhalb der SPD wird bereits damit gerechnet, dass es mehr als ein Vorgespräch brauchen wird, bevor formelle Sondierungen starten können. Auf Bundesebene werden die Entwicklungen genau verfolgt: Die Hauptstadtwahl gilt als Stimmungsbarometer für den Umgang der Parteien mit Antisemitismus- und Extremismusvorwürfen – und als Belastungstest dafür, wie tragfähig ein erneutes Bündnis von Linken, Grünen und SPD in Berlin sein könnte.