GUANGZHOU, China, 19. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Anlässlich der Eröffnung der 140. Canton Fair wurden auch die Gewinner des Canton Fair Design Award (CF Award) 2026 bekanntgegeben. Die prämierten Produkte werden jetzt im Bereich D des Canton Fair Complex ausgestellt und bieten den Besuchern einen genaueren Einblick in einige der neuesten Fortschritte in der chinesischen Fertigung und im Industriedesign.
Unter den diesjährigen Preisträgern erhielten ein im Inland entwickeltes Hochleistungs-Sportmotorrad und ein intelligentes Navigationskapsel-Robotersystem für die Magenendoskopie den Best of the Best Award, die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs.
Die Canton Fair bereicherte das Besuchererlebnis zusätzlich durch einen thematisch gestalteten Ausstellungsbereich innerhalb der Preisverleihung. Die immersiven Ausstellungsstücke, die auf vier anwendungsorientierten Konzepten basieren – Outdoor Pleasure, Smart Living, Cozy Home und Kitchen Elegance –, demonstrieren, wie innovative Designs in den Alltag integriert werden können und helfen den Besuchern, den praktischen Nutzen dieser preisgekrönten Produkte besser zu verstehen.
In diesem Jahr konkurrierten 4.218 Produkte von 2.112 Unternehmen um die Auszeichnung. Nach mehreren Bewertungsrunden wurden 222 Produkte von 174 Unternehmen ausgewählt.
Die preisgekrönten Produkte spiegeln mehrere wichtige Trends wider, die die nächste Phase der chinesischen Fertigung prägen werden. Innovation bleibt ein bestimmendes Thema, wobei bahnbrechende Technologien, die von Systemen zur Unterstützung und Verbesserung der motorischen Funktionen der oberen Extremitäten bis hin zu Exoskelett-Robotern reichen, die wachsende Dynamik der High-End-Fertigung unterstreichen.
Intelligente Technologien gewinnen derweil branchenübergreifend immer mehr an Bedeutung. Intelligente Produkte machen mehr als 30 % der diesjährigen Preisträger aus. KI-gestützte Brillen, intelligente Konferenzterminals und intelligente Gesundheitsgeräte erweitern die Anwendungsmöglichkeiten von KI in den Bereichen Zuhause, Büro, Medizin und im Freien.
Nachhaltigkeit wird zunehmend auch im gesamten Produktlebenszyklus verankert. Grüne Produkte machen über 40 % der prämierten Beiträge aus, während Innovationen wie integrierte Energiesparpaneele und Zuckerrohrpapier zeigen, wie umweltbewusste Praktiken in Produktdesign, Materialauswahl und Herstellungsprozesse integriert werden.
Der 2013 ins Leben gerufene Canton Fair Design Award gilt weithin als Maßstab für Designinnovationen im chinesischen Außenhandelssektor. Mit dem Preis werden Produkte ausgezeichnet, die herausragendes Design mit kommerziellem Wert verbinden, die Transformation und Modernisierung der chinesischen Fertigungsindustrie fördern und eine qualitativ hochwertige Handelsentwicklung unterstützen. Die Beiträge werden anhand von fünf Dimensionen bewertet: Innovation, Qualität, Funktionalität, Ästhetik und Nachhaltigkeit.
Für eine bequemere Teilnahme klicken Sie bitte hier zur Voranmeldung:
https://buyer.cantonfair.org.cn/register/buyer/email?source_type=16

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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.