Das Billionen-Dollar-Problem: Der weltweite Umsatz mit unregulierten Online-Glücksspielen erreicht 5,9 Billionen US-Dollar

18.05.2026

Unregulierte Anbieter dominieren die globalen Märkte, während sich das Verbraucherverhalten in einem fragmentierten Ökosystem aus drei Sektoren verlagert

HENDERSON, Nevada, 18. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Eine neue Analyse von Gaming Compliance International zeigt, dass der weltweite Umsatz mit unregulierten Online-Glücksspielen 2025 5,9 Billionen US-Dollar erreicht hat, was das bestätigt, was gemeinhin als das „Billionen-Dollar-Problem" bezeichnet wird – in Wirklichkeit handelt es sich jedoch um eine globale Wirtschaft im Wert von mehreren Billionen Dollar. Auf dieser Ebene ist das unregulierte Online-Glücksspiel mittlerweile die drittgrößte Wirtschaftsmacht der Welt – nur hinter den Vereinigten Staaten und China – und stellt gleichzeitig weltweit die größte Form der Cyberkriminalität dar.

Gaming Compliance International

Globale Märkte werden von den unregulierten Anbietern dominiert

GCIs globale Analyse, zusammengefasst in einem neuen Bericht mit dem Titel GCI Online Gaming 2025: Global zeigt, dass der durchschnittliche Online-Gaming-Markt strukturell unausgewogen ist:

  • 78% unreguliert
  • 22% reguliert

Dies spiegelt die weltweite Aufteilung der Marktanteile am Bruttospielertrag (GGR) wider und verdeutlicht, dass der Großteil der von Verbrauchern generierten Einnahmen außerhalb lizenzierter, besteuerter und kontrollierter Umgebungen fließt. Dies ist kein Randthema – der unregulierte Sektor dominiert den Markt.

Ein Marktplatz, drei Sektoren

Es gibt einen Marktplatz, auf dem regulierte und unregulierte Branchen um dasselbe Publikum, dieselbe Aufmerksamkeit und dieselben Ausgaben konkurrieren. Diese Betrachtung als dualer Sektor reicht jedoch nicht mehr aus. Eine dritte Kategorie – nicht anerkanntes Glücksspiel – hat sich inzwischen in großem Umfang herausgebildet.

Diese Plattformen ahmen Glücksspielmechanismen nach, fallen jedoch nicht unter die traditionelle Klassifizierung. Dies ist der grundlegende Wandel, der die Online-Marktplätze ab 2025 prägt und die Art und Weise neu gestaltet, wie Verbraucher mit Wetten und Glücksspielen interagieren.

Online-Marktplätze fragmentieren sich nun in drei unterschiedliche Sektoren:

  • Reguliert - lizenziert und gesetzeskonform
  • Unreguliert - nicht lizenziert, aber aktiv auf Zielgruppen ausgerichtet und tätig
  • Nicht anerkannt – glücksspielähnliche Produkte außerhalb der Klassifizierung

Dies ist nicht nur eine regulatorische Unterscheidung – es ist die Art und Weise, wie Zielgruppen den Markt erleben.

Während diese Sektoren zusammenwachsen, sinken die kommerziellen Einnahmen regulierter Betreiber, steigen die Steuerausfälle und eskalieren die Risiken für Verbraucher.

Der „White Noise Marketplace"

Das Ergebnis ist das, was GCI als „White Noise Marketplace" definiert: ein Marktplatz, auf dem alles sichtbar, zugänglich und nicht zu unterscheiden ist. Das Publikum unterscheidet nicht zwischen diesen Sektoren – es erlebt einen einzigen Marktplatz.

Dieser Wandel von einem Zwei-Sektoren- zu einem Drei-Sektoren-Marktplatz wird die nächste Phase des globalen Online-Glücksspiels bestimmen. Lösungen finden sich nur innerhalb des MPEO-Rahmens – Monitor, Police, Enforce, Optimize –, der sich auf Maßnahmen konzentriert, die dem Handel, der Gemeinschaft und den Verbrauchern jeder Rechtsordnung zugutekommen.

Kommentar der Führung

Matt Holt, CEO von GCI, sagte:

„Mit einem Wettvolumen von 5,9 Billionen US-Dollar ist das unregulierte Online-Glücksspiel eines der größten Wirtschaftssysteme der Welt, das weitgehend außerhalb der behördlichen Aufsicht operiert. Die Regulierungsbehörden stehen nicht vor einer marginalen, sondern vor einer dominanten Herausforderung – der Großteil der Aktivitäten findet außerhalb des regulierten Bereichs statt. Unsere Rolle besteht darin, vollständige Transparenz über den gesamten Marktplatz hinweg zu gewährleisten, damit die Regulierungsbehörden mit Zuversicht handeln können."

Ismail Vali, Präsident von GCI, kommentierte:

„Was wir derzeit beobachten, ist ein dreiteiliger Glücksspielmarkt in jeder Gerichtsbarkeit – reguliert, unreguliert und nicht anerkannt – und es ist diese dritte Ebene, die die Verwirrung der Verbraucher, unreguliertes Wachstum und regulatorische Komplexität in großem Maßstab beschleunigt.

Das Publikum unterscheidet nicht zwischen diesen Sektoren. Es erlebt einen einzigen Markt, auf dem alles zugänglich ist und alles gleichberechtigt konkurriert. In einer Welt, in der man auf alles wetten kann, wetten die Verbraucher zunehmend auf alles – das ist die Gamifizierung von allem.

Wenn man nicht den gesamten Markt überblicken kann – reguliert, unreguliert und nicht anerkannt –, kann man ihn auch nicht kontrollieren. Das ist der Wandel. Das ist das Problem, bei dessen Lösung wir bei GCI helfen."

Informationen zu Gaming Compliance International (GCI)

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.gamingcompliance.com

Medienkontakt: Um ein Exemplar des vollständigen Berichts GCI Online Gaming 2025: Global zu erhalten, kontaktieren Sie bitte Alastair Graham, SVP Strategic Operations, Gaming Compliance International, +63 917 312 7802 | alastair.graham@gamingcompliance.com

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Nanostrukturen bis zu einem Quadratmeter: Thüringer Konsortium startet Langfristprojekt

04.05.2026

In Thüringen ist ein großangelegtes Forschungsprojekt zur nächsten Generation der Nanostrukturierung gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickeln gemeinsam eine Hochpräzisionsmaschine, die Nanostrukturen auf Flächen von bis zu einem Quadratmeter erzeugen und vermessen soll. Die geplante 3D-Nanolithographie- und Nanomessmaschine (3D-NLM) soll dabei eine Positionierungsgenauigkeit erreichen, die kleiner ist als ein Atom. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die erste Projektphase bis 2027 im Rahmen des Programms „Neue Geräte für die Forschung“ mit vier Millionen Euro.

Mit dem Vorhaben zielt das Konsortium auf eine Größenordnung, die bestehende Anlagen deutlich übertrifft. Bisher lassen sich hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen nach Angaben der Projektbeteiligten nur bis zu einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern zuverlässig herstellen. Die neue Anlage soll Bearbeitungen und Messungen von Bauteilen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter ermöglichen – und damit eine mehr als dreifache Vergrößerung der nutzbaren Fläche erschließen. Die Entwicklungsarbeiten an der Maschine sind angelaufen; das Gesamtprojekt ist in drei Phasen bis 2032 angelegt.

Nanostrukturen gelten seit rund zwei Jahrzehnten als Schlüsseltechnologie, weil sie Licht gezielt beeinflussen können, indem sie dessen Wellenlänge und Ausbreitung steuern. Solche Strukturen finden sich bereits heute in großflächigen Bauteilen, etwa in Displays moderner Fernsehgeräte, die auf Nanotechnologie basieren. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher reicht die Genauigkeit bestehender industrieller Lösungen jedoch nicht aus, um künftige Anforderungen in zentralen wissenschaftlichen und technologischen Anwendungsfeldern zu erfüllen.

Die in Thüringen entstehende 3D-NLM soll genau diese Lücke adressieren. Perspektivisch könnte die Maschine zur Fertigung und Charakterisierung elektronischer und photonischer Schaltkreise ebenso eingesetzt werden wie zur Herstellung von Hochleistungsoptiken für die Erdbeobachtung. Auch in der Energieforschung sehen die Projektpartner potenzielle Einsatzfelder. Durch die Kombination aus großflächiger Bearbeitung und atomnaher Präzision erhoffen sich die Beteiligten einen technologischen Sprung, der sowohl der Grundlagenforschung als auch der Entwicklung neuer Komponenten in der Optik- und Elektronikindustrie zugutekommen könnte.