CSL ernennt Deborah Waterhouse zur CEO und Geschäftsführerin

22.10.2026

MELBOURNE, Australien, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Der Vorstand von CSL Limited (ASX:CSL; USOTC:CSLLY) gibt heute bekannt, dass er Deborah Waterhouse mit Wirkung zum 1. Februar 2027 zur Chief Executive Officer und Geschäftsführerin von CSL ernannt hat. Die Ernennung erfolgte im Anschluss an ein umfangreiches, weltweites Auswahlverfahren, das vom Vorstand von CSL durchgeführt wurde.  

Frau Waterhouse ist eine bewährte Führungskraft im kaufmännischen Bereich mit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der Leitung komplexer globaler Spezialpharmaunternehmen in den USA, Großbritannien, Kontinentaleuropa und Australien.  

Seit 2017 ist Waterhouse CEO von ViiV Healthcare, einem Joint Venture, an dem GSK die Mehrheit hält und an dem Shionogi als Gesellschafter beteiligt ist. ViiV ist ein führender Spezialist im Bereich HIV und erzielte im Geschäftsjahr 2025 von GSK einen Umsatz von 7,7 Milliarden Pfund[i]. Darüber hinaus ist Waterhouse Präsidentin von GSK Global Health.

Deborah Waterhouse leitete zuvor das US-Impfstoffgeschäft sowie den Geschäftsbereich Primärversorgung von GSK in den USA und hatte mehrere weitere Führungspositionen inne, darunter von 2008 bis 2012 die des General Managers für Australien und Neuseeland bei GSK.

Dr. Brian McNamee, Vorsitzender von CSL, sagte: „Im Februar dieses Jahres haben wir erklärt, dass der nächste CEO von CSL in der Lage sein muss, die Dynamik unserer geschäftlichen Entwicklung fortzusetzen, unsere Pipeline zu erneuern und unsere Abläufe zu vereinfachen, ohne dabei die Wissenschaft und die Ziele aus den Augen zu verlieren, auf denen dieses großartige Unternehmen aufgebaut ist. Deborah hat all diese Dinge bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Deborah ist eine herausragende globale Führungskraft mit der nachgewiesenen Fähigkeit, komplexe Geschäftsbereiche auszubauen."

„Sie hat ein fokussiertes biopharmazeutisches Geschäft ausgebaut und das Geschäftsfeld bei ViiV erneuert, indem sie die Entwicklung und Vermarktung der nächsten Generation von Medikamenten zur Unterstützung der Patienten vorangetrieben hat. Sie kennt die Vereinigten Staaten, sie kennt Australien und sie weiß, wie man Pipelines aufbaut und Partnerschaften verwaltet. Als erstklassige und zielorientierte Führungskraft ist sie die richtige Person, um CSL in sein nächstes Wachstums Kapitel zu führen. Die Entscheidung des Vorstands, Deborah zu ernennen, fiel einstimmig."

Deborah Waterhouse sagte: „CSL ist eines der großartigen Unternehmen unserer Branche, und ich habe während meiner Zeit in Melbourne gesehen, welche Bedeutung es für Australien hat. Seine Mitarbeiter retten jeden Tag Leben – von den Mitarbeitern, die in den Spendezentren Plasma entnehmen, bis hin zu den Wissenschaftlern und Fachkräften, die die Medikamente und Impfstoffe entwickeln und herstellen. Die Grundlagen sind solide. Meine Aufgabe ist es, diese Dynamik fortzusetzen und den Weg zu einem verlässlichen Wachstum für Patienten und Aktionäre weiterzuentwickeln."

Waterhouse wird ihren Wohnsitz weiterhin im Vereinigten Königreich behalten. Sie wird einen Großteil ihrer Zeit in Australien, den USA sowie in den wichtigsten Märkten und Betriebszentren von CSL verbringen. Gordon Naylor wird bis zum 1. Februar 2027 weiterhin als Interim-CEO und Geschäftsführer tätig sein. Er wird gemeinsam mit Waterhouse für einen reibungslosen Übergang sorgen und anschließend seine Rolle im Vorstand als nicht geschäftsführendes Vorstandsmitglied wieder aufnehmen.  

Eine Biografie von Deborah Waterhouse ist in Anhang 1 enthalten.

Die wesentlichen Bestandteile des Arbeitsvertrags von Waterhouse, einschließlich ihrer Vergütungsstruktur, die am 1. Februar 2027 in Kraft tritt, sind in Anhang 2 aufgeführt.

Genehmigt zur Einreichung durch:

Fiona Mead

Unternehmenssekretärin

 

Investorenbeziehungen

 

Medienarbeit



Michelle Rees

T: +61 410 600 745

E: michelle.rees@csl.com.au 

Brett Foley

T: +61 461 464 708

E: brett.foley@csl.com.au 



CSL Limited | ABN 99 051 588 348 | 655 Elizabeth Street, Melbourne VIC 3000

Anlage 1: 

Beruflicher Werdegang von Deborah Waterhouse

GSK Beruflicher Werdegang



Zeitraum

Titel

2017 – heute

CEO von ViiV Healthcare und Präsident von GSK Global Health

2015 – 2017

SVP Geschäftsbereich US Primary Care

2013 – 2015                                                           

SVP Geschäftsfbereich US Vaccines

2012 – 2013

SVP Zentral- und Osteuropa

2008 – 2012

Vice President und Geschäftsführerin Australien und Neuseeland

2008

VP Human Resources Europa          

2004 – 2007

Leiterin der Geschäftseinheit HIV UK und Leiterin HIV Europa

1999 – 2004

Global Commercialisation Leader

1996 – 1999

Vertriebs- und Marketingpositionen mit zunehmender Verantwortung bei GSK UK





Ernennungen in den Vorstand

Zeitraum

Titel

2017 – Heute          

Mitglied des Vorstands von ViiV Healthcare

2019 – 2025  

Nicht-exekutives Vorstandsmitglied Schroders: Vorstandsmitglied, Prüfungsausschuss

und Risiko-, Vergütungs- und Nominierungsausschuss

Juli 2026 – Heute

Nicht-geschäftsführende Direktorin, Reckitt







Anlage 2:

Wichtigste Beschäftigungsbedingungen für Deborah Waterhouse

 


 

Schlüsselbegriff

Details

Beginn

Datum
 

1. Februar 2027.

Grundgehalt 

1.500.000 £ pro Jahr.

STI 

Erste Zuteilung ist GJ27 STI:  

  • 120 % des Grundgehalts bei Zielerreichung und 240 % des Grundgehalts bei Maximalerreichung (anteilig

    ab dem Eintrittsdatum).
  • 30 % werden für 2 Jahre als Aktienoption aufgeschoben.

    Berechtigt zur Teilnahme an zukünftigen STI-Förderprogrammen zu den vom Vorstand genehmigten Bedingungen. 

LTI 

Erste Zuteilung im September 2027 LTI: 

  • 250 % des Grundgehalts beim Zielwert und 500 % des Grundgehalts beim Höchstwert.
  • Leistungszeitraum 1. Juli 2027 bis 30. Juni 2030 (voraussichtliche Ausübung am 1. September 2030).



    Berechtigt zur Teilnahme an künftigen LTI-Förderprogrammen zu den vom Vorstand genehmigten Bedingungen. 

    Für diese Zuwendungen wird die Zustimmung der Aktionäre gemäß der üblichen Vorgehensweise von CSL

    eingeholt. 

Ablösung von GSK-

Zuteilungen
–

Verfall vorgesehen

  • Zuteilung von Restricted Stock Units (RSUs) im Wert von 7,71 Mio. £ (vorbehaltlich einer Anpassung vor der Zuteilung, basierend auf dem nächsten GSK-Vesting-Ergebnis).

    Die

    Prämie wird voraussichtlich am 1. März 2028 fällig, vorbehaltlich der Dienstbedingungen.  

Zusätzliche Zuteilichnung zur

Anpassung des LTI

-Zeitplans
 

  • Zuteilung von Performance Stock Units (PSUs) im Wert von 1,65 Mio. £, die am 1. September

    2029 unverfallbar werden, vorbehaltlich derselben TSR-Unverfallbarkeitsbedingungen, die für die LTI-Zuteilung von CSL vom

    1. September 2026 gelten, sowie der gleichen Dienstzeitbedingungen (einschließlich einer 12-monatigen

    Haltefrist nach Unverfallbarkeit).  
  • Dies soll die längere Lücke berücksichtigen, die durch ihren Wechsel

    zwischen den jährlichen Prämien bei GSK und der ersten jährlichen CSL-Prämie

    entsteht, die sie voraussichtlich im Oktober 2027 erhalten wird.  

Rente 

  • Die Regelungen entsprechen denen für die Belegschaft in Großbritannien. Aufgrund steuerlicher Vorschriften wird

    erwartet, dass die CEO eine Barzulage in Höhe von 10 % des Grundgehalts abzüglich des

    geltenden Satzes der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung

    anstelle von Arbeitgeberbeiträgen zur Altersvorsorge erhält.  

Leistungen 

  • Standardmäßige britische Sozialleistungen – einschließlich privater Krankenversicherung,

    Lebensversicherung in Höhe des 6-fachen Gehalts und Einkommensschutzversicherung.  

Kündigungsfrist 

  • 12 Monate Kündigungsfrist durch den CEO oder CSL.   
  • Übliche Regelungen zu Freistellung während der Kündigungsfrist, fristloser Kündigung und Abfindung

    anstelle der Kündigungsfrist.  

Wettbewerbsverbot

(während der Tätigkeit

bei
CSL) 

  • Aufgrund einer früheren Beschäftigung bei einem Wettbewerber ist es ihr bis zum 31. März

    2027 untersagt, am CSL-Seqirus-Geschäft mitzuwirken.  

Wettbewerbsverbote

(nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei

CSL) 

  • 6-monatiges Wettbewerbsverbot nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses.  
  • 12-monatiges Verbot nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Kunden abzuwerben oder mit ihnen Geschäfte zu tätigen, Lieferanten zu

    stören sowie Schlüsselmitarbeiter abzuwerben. 
  • Die Dauer der Beschränkungen verkürzt sich um die Zeit, die im „Garden Leave" verbracht wurde.  

Steuer

regelungen
 

  • Der CEO wird für die britischen Steuern verantwortlich sein.  
  • CSL wird für Steuern außerhalb Großbritanniens verantwortlich sein. 

Sonstiges 

  • Es gilt die CSL-Richtlinie zum Mindestaktienbesitz – 300 % des Grundgehalts für den

    CEO. 

[i] Laut den GSK-Geschäftsjahrabschlüssen für 2025

 

 

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Historischer Machtwechsel in Magdeburg: AfD vor erstmaliger Übernahme des Landtagspräsidiums

08.10.2026

Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.

Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.

Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.

Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.