Bericht skizziert Weg zur Stärkung der Grundlagenforschung in China

22.10.2026

PEKING, 22. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Ein Nachrichtenartikel der China Daily.

Domestic and international guests unveil the China Fundamental Research Report 2026 in Beijing.

Um die Entwicklung der Grundlagenforschung zu erfassen, bedarf es einer kontinuierlichen, weltweiten Beobachtung auf der Grundlage verlässlicher Daten sowie strenger methodischer Verfahren, um die Entwicklung verschiedener Forschungssysteme zu verfolgen und ihre jeweiligen Beiträge zu ermitteln.

Dies erklärte Zhan Hao, Vizepräsident der National Natural Science Foundation of China (NSFC), bei der Vorstellung des China Fundamental Research Report 2026. Die Veranstaltung, die hauptsächlich von der Wuhan-Universität organisiert wurde, fand am Dienstag im China National Convention Center in Peking statt.

Der Bericht wurde von Forschern führender Universitäten und Forschungsinstitute erstellt. Ein internationales Gutachtergremium mit 13 Mitgliedern gab während des gesamten Prozesses die übergeordnete Ausrichtung vor, während 39 erfahrene chinesische Experten die einzelnen Kapitel prüften.

Der Bericht verlagert den Schwerpunkt seiner Betrachtung von der Menge der Forschungsergebnisse auf die Wissensnutzung, den Kapazitätsaufbau sowie die gemeinsame Nutzung von Ressourcen und bietet eine systematische Grundlage für wissenschafts- und technologiepolitische Entscheidungen, die Forschungsfinanzierung sowie wissenschaftliche Untersuchungen. Er schafft außerdem die Grundlage für ein frei zugängliches, kontinuierlich aktualisiertes Monitoringsystem für die Grundlagenforschung.

Anstatt zusammengesetzte Ranglisten zu erstellen, will der Bericht internationale Vergleiche neu definieren und den Blick von Ranglisten auf ein tieferes Verständnis sowie von bloßen Ergebniszahlen auf tatsächliche Beiträge lenken.

Zhang Pingwen, Präsident der Wuhan-Universität, rief Forschungseinrichtungen weltweit, Förderorganisationen, internationale Organisationen sowie Nachwuchswissenschaftler dazu auf, die Ergebnisse des Berichts zu überprüfen, seine Indikatoren und Methoden zu verfeinern sowie die grenzüberschreitende Forschungszusammenarbeit auszubauen.

Der Bericht stellt fest, dass sich Chinas Ausgaben für Grundlagenforschung von 16,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf 31,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 nahezu verdoppelt haben. Das Forschungspersonal Chinas erreichte im Jahr 2023 über alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten hinweg drei Millionen Vollzeitäquivalente.

Der Bericht dokumentiert außerdem die Ausweitung der NSFC-Förderung, die frühe, repräsentative Veröffentlichungen von Forschern aus aufeinanderfolgenden akademischen Jahrgängen umfasst.

Chinas Rolle bei der Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse hat deutlich an Bedeutung gewonnen, wobei besonders einflussreiche Forschungsergebnisse ausgeprägte fachspezifische Muster erkennen lassen. Im Rahmen der im Bericht behandelten Grundlagenforschung stieg Chinas Anteil an den weltweiten Veröffentlichungen von 0,9 Prozent im Jahr 1985 auf 32,6 Prozent im Jahr 2024.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass eine zentrale Priorität für Chinas Grundlagenforschung darin besteht, den erreichten quantitativen Umfang in leistungsfähigere und widerstandsfähigere Forschungsstrukturen zu überführen, zentrale wissenschaftliche Fragestellungen besser zu erkennen, langfristige, risikoreiche Forschungsvorhaben zu unterstützen sowie eigenständige wissenschaftliche Entdeckungen dauerhaft zu fördern.

 

 

 

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Historischer Machtwechsel in Magdeburg: AfD vor erstmaliger Übernahme des Landtagspräsidiums

08.10.2026

Im Magdeburger Landtag steht ein Einschnitt in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte bevor: Erstmals könnte ein Abgeordneter der AfD das Amt des Landtagspräsidenten übernehmen. Der 35-jährige Tobias Rausch, seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt und Generalsekretär der AfD im Bundesland, geht mit einer komfortablen Mehrheit in die konstituierende Sitzung. Nach ihrem klaren Wahlsieg stellt die AfD künftig 39 der 83 Abgeordneten und ist damit die mit Abstand stärkste Fraktion.

Den entscheidenden Schub liefert das Bündnis mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Die fünf BSW-Abgeordneten wollen geschlossen für Rausch stimmen und kommen gemeinsam mit der AfD auf 44 Stimmen. BSW-Fraktionschef Thomas Schulze verweist auf parlamentarische Gepflogenheiten: Als stärkste Fraktion habe die AfD laut Geschäftsordnung Anspruch auf den Vorsitz im Parlament. Eine politische Blockbildung gegen die AfD lehnt Schulze ab und präsentiert die Zustimmung zur Wahl des Landtagspräsidenten als Signal eines „neuen Politikstils“.

Die übrigen Fraktionen reagieren gespalten. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Mandate, treten aber nicht geschlossen gegen die AfD an. Die CDU hat angekündigt, sich bei der Wahl zu enthalten – Enthaltungen zählen in diesem Verfahren nicht als abgegebene Stimmen. SPD, Grüne und Linke wollen gegen Rausch stimmen. Spannend bleibt damit vor allem die Frage, ob der AfD-Kandidat über die absehbaren 44 Ja-Stimmen hinaus zusätzliche Unterstützung erhält. Vor der geheimen Abstimmung spekulieren die Lager bereits über mögliche Abweichler; aus der AfD-Spitze heißt es, zusätzliche Stimmen könnten auch aus dem Kreis der erklärten Gegner stammen.

Parallel zur Präsidentenwahl testet die AfD aus, wie weit ihr neuer Einfluss im Landtag reicht. Die Fraktion will die Geschäftsordnung ändern, um neben dem Präsidenten auch einen der drei Vizepräsidentenposten zu besetzen – vorgesehen ist der Abgeordnete Hans-Thomas Tillschneider. In der Vergangenheit sorgten seine Beiträge zur Bildungs- und Kulturpolitik regelmäßig für Kritik in anderen Fraktionen, die den Personalvorschlag daher als Provokation werten dürften. Ob das BSW diese Personalie ebenso mitträgt wie die Wahl von Rausch, ist bislang offen. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmungen wird die erste Sitzung des neu gewählten Landtags damit zum Testfall für künftige Zusammenarbeit und Machtarithmetik in Sachsen-Anhalt.